[2011-12-13] FF by Livvy – Kap.1

 Veröffentlicht von NightBaroness  Kommentieren
 

Da der Dienstag zum FF-Tag ernannt wurde, bekommt ihr heute das erste Kapitel von Livvys FF “The Black Vengeance” zu lesen. Viel Spaß! =)

The Black Vengeance by Livvy

Er dachte die ganze Zeit, er wäre der derjenige gewesen, die sie suchten. Die Person, die getötet werden sollte, die gejagt wurde. Dabei war alles ganz anders. Er war nur das erste Opfer. Ein unbeabsichtigtes, zugegeben, aber so hatte die Jagd endlich beginnen können.
Mit Shinichi Kudo fing alles an und mit Kogoro Mori sollte der Kreis sich schließen. Denn er war es, der sie betrogen, verraten hatte. Er hatte das geschafft, was vorher noch nie jemandem gelungen war. Doch eines hatte er vergessen im Hinterkopf zu behalten:
Der schwarzen Organisation kann man nicht entkommen!

Abschnitt 1
„Nimm“

Gin beobachtete schon die ganze Nacht die Detektei Mori. Er hatte es sich in seinem schwarzen Porsche weitesgehend bequem gemacht, während er dort an dem dem Gebäude gegenüberliegenden Straßenrand parkte und wartete. Seine Beretta lag griffbereit auf dem Beifahrersitz. Ihr Lauf warf schimmernde Lichtreflexe gegen die Decke des Wagens.
Eine Straßenlaterne flackerte. Flackerte wie eine Kerze die auszugehen drohte, weil sie einem zu starken Luftzug ausgesetzt war. Sonst lag die Straße in Dunkelheit. Es war so eine gemischte Tageszeit. Nicht mehr ganz nacht, aber auch nicht morgens. Irgendsoein Zwischending, was sich nicht ganz definieren ließ.
Ungeduldig knurrend sah Gin auf die Uhr. Halb 3. Grimmig zog er seinen Hut ein wenig tiefer ins Gesicht, als ein Auto geräuschvoll durch die Pfützen auf der Fahrbahn brauste und die Scheinwerfer dabei über seinen Wagen huschten.
Dies dauerte nicht länger als ein paar Sekunden, aber Gin war zu vorsichtig, um das Risiko einzugehen gesehen zu werden.
Das Auto entfernte sich, die Geräusche des Motors verblasste und verstummten schließlich völlig. Wieder lag die Straße in stummer Dunkelheit.
Gin ärgerte sich, das er die Detektei nicht vorher schon hatte von einem seiner Kollegen beschatten lassen. Dann hätte er jetzt nicht hier seine Zeit verschwenden müssen, indem er ungeduldig darauf wartete, das Mori nach Hause kam.
Doch nun war es eben zu spät. Lange konnte es allerdings nicht mehr dauern, da war er sich fast sicher.
Der Mann in Schwarz lehnte sich in seinem Sitz zurück, versuchte die Angespanntheit ein wenig von sich abzustreifen und sich zu sagen, das schon alles glatt laufen würde.
Verräter mussten eben bestraft werden. Allen Mitgliedern der Organisation wurde von Anfang an eingeschärft, das Vertrauen – Oder eher Ergebenheit dem Boss gegenüber, wie Anokata sich auszudrücken pflegte – hier große Priorität hatte.
All diejenigen die meinten, sich nicht an diese Regeln halten zu müssen, mussten sterben. Ohne Ausnahme. Egal, wie gut das Mitglied seinen Job bisher gemacht hatte oder auch nicht.
Auch Gin würde dran glauben müssen, wenn er der Organisation nicht treu ergeben wäre. Doch dies würde nicht vorkommen. Niemals.
Der Schleier der Stille, der auf der Straße und auf seinen Ohren gelastet hatte, schien angehoben zu werden. Er hörte Schritte. Schnelle Schritte die sich ihm näherten.
Gin spannte seine Muskeln an, sein Arm zuckte in Richtung seiner Beretta. Seine Augen huschten die Straße auf und ab, auf der Suche nach dem Verursacher. War es vielleicht sogar Mori? Sein Zielobjekt?
Ja, da war es. Nichts ahnend war es auf dem Weg nach Hause, zu unachtsam um nach rechts oder links zu blicken. Zu unaufmerksam um den schwarzen Porsche zu bemerken. Zu naiv um zu denken, es würde nichts passieren.
Ein Grinsen machte sich auf dem Gesicht des Mitgliedes der schwarzen Organisation breit.
Wenn du wüsstest, dachte er, während er seine Beretta aufnahm, das Fenster leicht herunterkurbelte und den Lauf nur wenige Zentimeter aus der da durch entstandenen Öffnung zwischen Rahmen und Scheibe heraus schauen ließ.
Gin zielte, während Mori sich weiter dem Eingang der Detektei näherte. Wenn er nicht gleich schoss, würde es zu spät sein.
Schweißperlen standen auf seiner Stirn. Verräter mussten nun einmal bestraft werden.
Dann drückte er ab. Der Schuss hallte laut zwischen den Hauswänden wieder und sein Opfer sackte mit einem stummen Schrei auf den Lippen zusammen.
Er hatte bewusst keinen Schalldämpfer genommen. Er wollte, das die Leiche schnell gefunden und seine Warnung deutlich wurde.
Die Straßenlaterne flackerte immer noch und seine Nerven waren zum zerreißen gespannt. Es machte ihn wahnsinnig.
Eine Blutlache breitete sich auf dem Bürgersteig, unter dem Kopf Moris, aus, spiegelte das Licht.
Gin lud seine Waffe, dann schoss er ein zweites Mal. Diesesmal galt der Schuss der Licht spendenden Lampe am Straßenrand.
Klirrend gingen die Scherben des zerbrochenen Glases nieder, legten sich auf das Blut, schwammen dort wie kleine Schiffchen.
Zufrieden zog das Mitglied der schwarzen Organisation seine Waffe zurück und kurbelte das Fenster wieder hoch.
Die Beretta landete wieder auf dem Beifahrersitz, dann startete er den Motor und fuhr an, ohne auch nur noch einen letzten Blick auf sein Opfer geworfen zu haben.
Seine Arbeit war hier getan.

 Antworten

© DetektivConan-NewsImpressum Suffusion theme by Sayontan Sinha