[2011-12-13] OS by BlackVermouth

 Veröffentlicht von NightBaroness  Kommentieren
 

Da der Fanguide lange auf sich warten ließ, gibt es als kleine Entschuldigung heute gleich zwei Geschichten, von denen eine, der Weihnachts-OS “Christmastime – DC Gin” von BlackVermouth schon recht weihnachtlich ist =) Viel Spaß beim Lesen!

Christmastime – DC Gin by BlackVermouth

„So nun ist Weihnachten

und was haben wir gemacht.

ein Jahr ist vorbei gegangen

ein neues hat gerade begonnen.

Und so frohe Weihnachten

wir hoffen du hast Spaß

die Nahen und die Lieben

die Alten und die Jungen.

Ein schönes, schönes Weihnachten

und ein frohes neues Jahr“

Es war ein kalter Wintertag. Ganz Tokio war in eine weiße
Schneeschicht gehüllt.

Kinder spielten in den großen Parkanlagen in dem frischen
Schnee, sie fuhren von Hügeln Schlitten, oder legten sich hinein und formten
Engel.

Familien gingen vor Weihnachten in Ruhe spazieren,
besorgen noch die letzten Kleinigkeiten.

Alle waren froh und glücklich.

Ein großer, gut gebauter, blond-haariger Mann, der
Gift-grüne Augen hatte, saß auf einer der vielen Parkbänken und rauchte, dabei schien
er nachzudenken.

Ihm ging seine Kindheit nicht aus seinem Gedächtnis,
obwohl sie nicht immer schön war. Man erinnerte sich nur allzu oft daran.

„Mama,
Mama, schau mal da! Ich möchte darein, bitte!“, bettelte der kleine Junge, mit
den blonden Haaren und den Gift-grünen Augen.

„Nein,
wir müssen weitergehen. Uns bleibt nicht mehr sehr viel Zeit, bis Weihnachten
ist.“, sagte seine Mutter hektisch.

Sie
war in Eile, denn sie musste noch Besorgungen machen, sonst würde Weihnachten
nichts auf dem Esstisch stehen.

Doch
der Junge ließ nicht locker.

„Bitte!
Nur einmal ganz kurz. Ich möchte mir die Spielzeuge ansehen!“, quengelte er und
zog seine Mutter immer wieder in Richtung Spielzeugladen.

„Ich
habe „Nein“ gesagt. Und wenn wir wieder hineingehen, willst du wieder etwas
haben. Du weißt doch, dass wir uns solche Sachen nicht leisten können. Mama,
kann dir das nicht bezahlen, so gern sie es auch wolle.“, erklärte ihm seine
Mutter und zog ihn bei seiner Hand weiter.

Der
Junge hörte sofort auf seine Mutter, er hatte sie sehr lieb und widersprach
nie. Sie mussten in schweren Zeiten immer zusammenhalten. Auch jetzt, da ihnen
nicht mehr sehr viel Geld zur Verfügung stand.

Doch
er war auch traurig, doch zeigte er dies seiner Mutter nicht. Sie würde nur mit
ihm leiden und dies wollte er nicht.

Für
einige Zeit war es still.

Er
wurde durch die großen Menschenmasen gedrückt und geschoben, seine Mutter war
dabei auch ziemlich schnell zu Fuß.

Dann
erreichten sie endlich einen Supermarkt und gingen hinein.

„Und
nichts anfassen.“, mahnte die Mutter ihren 8-jährigen Sohn, dieser nur seine
Augen verdrehte und mit einem langgezogenen „Jaaa“, antwortete.
Seine
Mutter ging ihre Einkaufsliste schnell durch. Sie kaufte nur das nötigste für
Weihnachten ein.

Dem
Jungen war klar, dass er entweder nur ein kleines Geschenk, oder gar kein
Geschenk zu Weihnachten bekommen würde.

Mit
einer halb vollen Tasche verließen sie schließlich den Supermarkt und gingen
wieder auf die vollen Straßen.

Wieder
wurde er durch die Menschenmasse auf der Straße gequetscht, bis er wieder Luft
bekam.

Nach
einer Weile Stille, zog er seiner Mutter an dem Ärmel.

„Mama?!
Darf ich kurz mal da gucken gehen?“, fragte er und zeigte mit seinem
Zeigefinger auf ein Geschäft, dass Automodelle verkaufte.

Die
Mutter schaute zu ihm und dann folgte sie seinem Zeigefinger, bis sie in die
Schaufenster des Geschäftes sah. Sie musste sofort lächeln und nickte.

„Autos…deine
Leidenschaft. Ob sich das jemals ändern wird?“

Doch
der Junge stand schon vor den großen Schaufenstern und drückte sich fast seine
Nase daran platt.

„Wow!!!
Schau mal! Porsches!“, rief er aufgeregt.

„Ja,
genau. Dort sind ganz viele. Ich wünschte, ich könnte dir so ein kleines
Spielzeugauto holen. Nur dies. Du interessierst dich sehr für Autos. Ich
wünschte, ich kann dich glücklich machen.“

Der
kleine Junge sah seine Mutter traurig an und nahm ihre Hand.

„Komm
Mama. Komm, du brauchst mir so ein Auto nicht kaufen. Wenn ich groß bin, dann
werde ich vieeel Geld verdienen und den Politikern sagen, dass sie uns mehr
Geld geben sollen! Dann kauf ich dir auch ein großes Haus und uns beiden, so
ein Auto!“, sprach er überzeugt davon, mit funkelnden und großen Augen.

Der Mann, der auf der Bank saß lächelte, stand auf und
ging seinen Weg durch den Park. Es war ein noch steiniger Weg, mit vielen
Hürden. Doch an das Ziel, würde er wahrscheinlich nie kommen. Der Mann mit den
blonden langen Haaren und den Gift-grünen Augen.

„Fröhliche Weihnachten“, murmelte er und schaute in den
Himmel, der schon ein dunkles Blau annahm.

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